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The Ranking: Was tut sich in der FFZ-Welt?
Wer sich mit den Stapler-Herstellern der Welt beschäftigt, weiß, es tut sich viel. Toyota beschäftigt sich in Mitteleuropa mit einem noch zweigleisigen Vertrieb, eine Entwicklung, die sicher bald zu Gunsten eines einheitlichen Direktvertriebs konzentriert wird, auch der Markenname BT dürfte nach unserer Einschätzung nur noch in wenigen Regionen wie etwa Skandinavien Bestand haben. Kion ist mit den Marken Linde, Still und OM unterwegs. Linde ist das Premiumprodukt bei den Verbrennern, weltweit setzt man auf hydrostatischen Antrieb. Aber auch bei den Aschaffenburgern geht’s nicht mit dem „Weltstapler“. Ende 2008 folgen Modelle speziell für die USA, wo man noch mächtig Potential sieht. Still ist ein Systemanbieter, der klar gegen Jungheinrich positioniert ist. OM ist die Marke für Fernost, wandlergetriebene Geräte aus italienischer und chinesischer Produktion sind im Angebot, die E-Sparte ist gut aufgestellt und wird annähernd komplett auch über Komatsu vertrieben. Gerüchte über eine Annäherung von Komatsu an Kion in Sachen OM wollen nicht verstummen.
Nicht unterschätzen sollte man Cargotec. Mit Kalmar und Hiab (Moffett-Mitnehmstapler) ist man heftig unterwegs. Den Finnen kommt die weltweite Containerisierung (nach Drewry Shipping Cons. wächst der Containermarkt von 88 Mio. TEU in 1990 auf 673 Mio. TEU in 2011) zu gute. In Hamburg hat man einen Großauftrag am Burchardkai-Terminal platziert. Bei den E-Schwerstaplern ist man im Segment 6 bis 9 t mehr oder weniger alleine unterwegs und räumt kräftig ab, Carer, Montini und B&P können nur zusehen. Die Übernahme von CVS-Ferrari in Italien wurde nicht genehmigt.
Was wissen wir vom Mischkonzern Nacco? Der us-amerikanische Konzern mit Sitz in Portland, Oregon hat 2006 gesamt 3,3 Mrd. $ umgesetzt und dabei bescheidene 106,2 Mio. $ erwirtschaftet, die Sparten sind Kohle, Haushaltsgeräte und die beiden Staplermarken Yale und Hyster, erstgenannte teilt sich mit den heute in Südkorea beheimateten Clark-Spezialisten die Blume, den Stapler erfunden zu haben – zu Recht. Im Flurförderzeugsegment hat die Staplersparte in 2006 etwa 2,488 Mrd. $ umgesetzt, die ersten drei Quartale diesen Jahres zeigen knackige Steigerungen zu den vergleichbaren 2006er-Zeiträumen auf. Mit den beiden Marken ist man gut aufgestellt. Hyster wird über sehr große Händler wie Barlow World in England oder Zeppelin in Deutschland vertrieben. Yale hingegen über kleinere regionale Händler. Kritiker werfen dem Konzern vor, die Zweimarkenstrategie bestünde daraus, identische Produkte unter zwei Markennamen anzubieten. Das ist zwar nicht falsch, trägt aber Früchte und es darf tunlichst bezweifelt werden, ob der Fortfall einer der beiden Konzernmarken dazu führen würde, dass alle Käufer zur verbleibenden wechseln würden.
Nissan hat erst kürzlich Atlet übernommen, eine weithin erwartete Entwicklung, die Schweden wollten Kasse machen und die Japaner mit europäischer Produktion in Spanien suchten eine Lagertechnik (zum Vergleich: Mitsubishi hält 30 % an Rocla in Finnland).
Wer über EP, HC und Heli lachte, dem ist selbiges im Halse stecken geblieben, denn die Fernöstler zeigen mit bezahlbarer Technik, dass man Etablierten das Fürchten lehren kann. Manitou hat sich im September 2005 genau 90 % der Irishman MH Equipment -Anteile in China gesichert und baut nun dort Stapler, die man aber nicht im Lande verkauft. Der Anteil an der gemeinschaftlichen Produktion mit Toyota in Ancenis hat man mit Wirkung vom 19. Juli 2007 von 40 auf 20 % heruntergefahren. Neuer CEO ist nun nicht mehr Marcel Braud von Manitou sondern Mr. Kimura von Tico. Manitou wird weiterhin für Toyota Hubgerüste fertigen, speziell für den Tonero - 2008 wird eine Hubmastproduktion (20.000 Einheiten/a.) ihren Betrieb aufnehmen. (oba)
Abbildung: Ranking-Tabelle aus STW 06-07 -
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