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Technologie

Es gibt bei Konstruktion, Planung, Einsatz und Betrieb immer wieder interessante Entwicklungen, die wir Ihnen in dieser Rubrik vorstellen.

STAPLERTAGUNG 2008

Hans-Georg Frey, Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG: Innovationstreiber der Intralogistik vortrag1h.gfreymbajungheinrichag.pdf [828 KB]
Das hydrostatisch regenerative Bremssystem von Rexroth. Dr.-Ing. Markus Kliffken u.a. vortrag7dr.ing.m.kliffkenboschrexrothag.pdf [98 KB]
Der Fahrersitz: Schnittstelle zwischen Mensch und Flurförderzeug, Dipl. Phys. Alexandra Polster vortrag6a.polstergrammerag.pdf [468 KB]

RFID für STAPLER

Der Stapler als RFID-gestütztes, mobiles Gate in der Intralogistik
M. Sc. Dipl.-Ing. (FH) Andreas Jungk, Prof. Dr.-Ing. Ludger Overmeyer, Institut für Transport- und Automatisierungstechnik, Universität Hannover
Hier gehts zum Download: ffztagungfinal.pdf [752 KB]

Staplerkabine




Staplerkabine und Fahrer im Simulator

Dieser interessante Aufsatz von Dr. Leonhardt und Prof. Marquardt von der TU Dresden untersucht das Schwingungsverhalten von Staplerkabinen und ihren Einfluß auf den Fahrer.

Hier gehts zum Download:
staplersimulation.pdf [409 KB]

Bodenunebenheiten und FFZ

Prof.Dr.-Ing. W.A. Günthner vom Lehrstuhl fml - TU München in Garching hat uns einen hochinteressanten Aufsatz über den EInfluß der Bodenbeschaffenheit auf die Performance von Flurförderzeugen zur Verfügung gestellt.

Hier gehts zum PDF-Download: bodenunebenheitenkurz.pdf [430 KB]

Humanschwingungen

Humanschwingungen - „Vibration“ 2002/44/EG

Am 8. März 2007 wurde die neue EU-Verordnung „Vibration“ 2002/44/EG in deutsches Recht umgesetzt. Danach sind Unternehmen verpflichtet, ihre Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen zu schützen und Maßnahmen einzuleiten, wenn Grenzwerte überschritten werden. Betreiber von Gabelstaplern der Marke Linde könnten der Richtlinie gelassener entgegensehen, so das Unternehmen, sorge doch das Konstruktionsprinzip der Elektro- und verbrennungsmotorischen Stapler für ein hohes Maß an Schwingungsabkopplung und Fahrerkomfort.

Die EU-Verordnung 2002/44/EG rückt so genannte Humanschwingungen, d.h. auf den Menschen einwirkende, mechanische Schwingungen durch technische Hilfsmittel oder Fahrzeuge, in den Fokus. Fahrer von Frontstaplern sind dabei vor allem Ganzkörperschwingungen ausgesetzt, die beim Fahren auf ihn einwirken. Die neue Betreiberrichtlinie geht mit ihren Regelungen weit über die bisherige technische Norm DIN EN 13059 hinaus. Denn wurden bisher Vibrationskennwerte unter fest definierten Prüfbedingungen ermittelt und von den Herstellern in Betriebshandbüchern veröffentlicht, wird nun eine Bewertung der tatsächlich auftretenden Vibrationen durch den Arbeitgeber beziehungsweise die Messung auf einer repräsentativen Messstrecke gefordert. Zudem muss der so ermittelte Kennwert die tägliche Einsatzzeit berücksichtigen. Liegen die Messergebnisse in einem Zeitraum von acht Stunden über dem Auslösewert A(8) von 0,5 m/s2, ist der Betreiber verpflichtet, den Arbeitnehmer zu unterrichten und präventive Maßnahmen einzuleiten. Dazu gehört beispielsweise die Unterweisung der Fahrer, vor Fahrtantritt die richtige Sitzeinstellung zu wählen. Zudem hat der Fahrer Anspruch auf eine Gesundheitsüberwachung. Werden Expositionsgrenzwerte A(8) von über 1,15 m/ s2 gemessen, ist der Betrieb nach dem Gesetz zu Sofortmaßnahmen verpflichtet, die bis zum Beschäftigungsverbot reichen können.

Gemessen wird der Schwingungswert über einen Sensor, der in ein Sitzkissen integriert ist und zur Messung der Humanschwingungen auf den Fahrersitz gelegt wird. Auf diesem Kissen sitzt der Flurförderzeugfahrer während der Messfahrt. Die Stärke der mechanischen Schwingungen, die auf den Fahrer einwirken, ist von unterschiedlichsten Einflussfaktoren abhängig. Dazu gehört zum einen die Sitzeinstellung. Ist der Sitz nicht richtig auf das Körpergewicht des Bedieners eingestellt, kann die Belastung deutlich höher ausfallen. Zudem spüren große, kräftige Fahrer Erschütterungen wesentlich stärker als kleinere, leichtere Personen. Eine weitere Rolle spielt die Art der Bereifung. Bandagenreifen geben Stöße ungefedert weiter, während Superelastikreifen Bodenunebenheiten besser abdämpfen können. Auch die Fahrgeschwindigkeit ist eine wichtige Einflussgröße. Denn je schneller der Fahrer unterwegs ist, desto stärker sind die auf ihn wirkenden Schwingungen. Das Gleiche gilt für die Bodengüte. Eine ebene Fahrbahn wird den Fahrer deutlich weniger belasten, als eine mit Schlaglöchern übersäte Wegstrecke.

Last but not least hat auch der Fahrzeugtyp in der Praxis einen erheblichen Einfluss auf den Vibrationskennwert. So ermittelte Linde Material Handling mit Hilfe von Vergleichstests, dass insbesondere bei kritischen Anwendungen, d.h. dem Transport von Lasten über lange Wegstrecken mit wechselndem oder schlechtem Untergrund, Stapler der Marke Linde im Vergleich zu anderen Diesel- und Treibgasstaplern einer bestimmten Traglastklasse wesentlich besser abschneiden. Die bewertete Schwingungsstärke lag für den getesteten Linde Stapler in keinem Fall über dem Expositionsgrenzwert von 1,15 m/ s2, während die Fahrzeuge der Mitbewerber zum Teil deutlich darüber lagen.

Das gute Abschneiden seiner Stapler führt Linde Material Handling auf Konstruktionsprinzipien zurück, die bereits seit Jahren ohne jeden gesetzlichen Zwang umgesetzt werden. So habe Linde Material Handling bereits 1982 begonnen, serienmäßig die Fahrerkabine abzukoppeln. Bei den Staplern der aktuellen Generation Linde 39x folge man einem neuen, innovativen Konzept, bei dem der Mast direkt an der Kompaktachse befestigt ist und ebenso wie die Neigezylinder mit wartungsfreien Gummilagern von Fahrerkabine und Chassis abgekoppelt ist. „Durch die Abkopplung oben und unten fährt der Stapler praktisch in Gummi gelagert hinter der Last her“, beschreibt Harald Will, Entwicklungsleiter bei Linde Material Handling plakativ einen der entscheidenden Wettbewerbsvorteile des Fahrzeugkonzeptes. „Wir dämpfen die Schocks dort, wo sie auftreten. Auf diese Weise werden Maststöße und Fahrbahnunebenheiten sehr effektiv von Chassis und Fahrer ferngehalten.“

Humanschwingungen

Die am 8. März 2007 in Kraft getretende EU-Verordnung „Vibration“ 2002/44/EG verpflichtet Arbeitgeber zum Handeln. Sie müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz keinen zu großen Schwingungen ausgesetzt werden. Die zulässigen Grenzwerte für die so genannten „Humanschwingungenen“ wurden in der EU-Verordnung festgelegt.

Unter Humanschwingungen – auch Ganzkörperschwingungen genannt – versteht man alle auf den Menschen einwirkenden mechanischen Schwingungen durch technische Hilfsmittel oder Fahrzeuge. Diese können auf Dauer die Gesundheit der Arbeitnehmer beeinträchtigen.

Gerade die Bediener von Gegengewicht- und Schubmaststaplern sind diesen Schwingungen oftmals in erheblichem Maße ausgesetzt. Als schwingungsanregend gelten unter anderem das Heben und Senken der Gabeln, die Lastaufnahme und -ablage, das Beschleunigen und Verzögern, die Vibrationen durch Verbrennungsmotoren sowie das Abspringen vom Fahrzeug. Im Hinblick auf Erkrankungen ist dabei das Fahren mit und ohne Last auf unebenen Böden besonders relevant. Schon eine geringe Fahrbahnverschlechterung kann leicht zu einer Verdoppelung der Schwingungsbelastung führen. Zudem nimmt die Belastung proportional zur Fahrgeschwindigkeit zu.

Präventive Maßnahmen zur Verringerung von Humanschwingungen

Zunächst sollte das Augenmerk auf folgende präventive Maßnahmen gerichtet sein:

Auf Qualität und einen guten Zustand des Fahrersitzes achtenVor jedem Arbeitsantritt die optimale Sitzeinstellung vornehmenErmitteln, ob es vermeidbare unebene Fahrstrecken auf ihrem Betriebsgelände gibtFahrweise und Geschwindigkeit der Fahrbahn anpassenFür eine regelmäßige Fahrerschulung sorgen
Übertragen werden die Unebenheiten über die Reifen auf den Fahrzeugrahmen, von dort auf die Fahrerkabine und damit auf den Fahrersitz. Gerade dieser sollte deshalb zur besseren Schwingungsdämpfung optimal auf das Fahrergewicht eingestellt sein. Die auf Gummipuffern gelagerte Fahrerkabine von Still-Staplern verringert zusätzlich die auf den Fahrerplatz übertragenen Vibrationen.
Nur so können Schwingungen wirksam absorbiert und der Fahrer effektiv vor Gesundheitsschädigungen geschützt werden.

Um sich als Betreiber Klarheit zu verschaffen, können vorhandene Vergleichsmessungen der BG herangezogen werden oder Messungen vor Ort sinnvoll sein. Die Ergebnisse der Messungen für Humanschwingungen sind jedoch sehr leicht beeinflussbar. Deshalb empfiehlt STILL zum Erzielen möglichst neutraler Testergebnisse nur herstellerunabhängige Institute mit den Messungen von Humanschwingungen zu beauftragen. Eine Liste solcher unabhängigen Institute und mehr Informationen zum Thema „Humanschwingungen“ stehen im Internet unter www.still.de/humanschwingungen.

Hier geht zum Bild:
humanschwing.jpg

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