STAPLERWORLD als Europas wichtige Infoquelle für Flurförderzeuge checkt nicht nur Gehgeräte, Stapler und andere Flurförderzeuge, wir berichten auch über alle Arten von Zubehör, Sicherheitseinrichtungen und viele weitere Anbauteile, welche die Arbeit mit Staplern, Gehgeräten, Systemgeräten und Spezialstaplern effektiver und sicherer machen.
U-Tech-Kollisionswarner
STW-EQUIPMENTCHECK: Kollisionswarneinrichtung von U-Tech
Die Überwachung des den Stapler umgebenden Arbeitsbereiches ohne in die Staplersteuerung einzugreifen, ist die Aufgabe des neuen auf Funktechnik basierenden Warnsystems, das zunächst für Baufahrzeuge entwickelt wurde und nun in einer „downgesizten“ Version für Frontstapler zur Verfügung steht. Folgende Systemelemente wurden für den Test zur Verfügung gestellt:
1. Steuereinheit MU 800 (IP65)
2. Alarmeinheit ALU 3
3. Ferritanrenne „kleine Ausführung“
4. Personenschutzmodul PSM, Transponder Pocket
5. Personenschutzmodul PSM Nano, Transponder im „Armbaduhrendesign“
6. Zusatzantenne Fahrer
7. Rundumleuchte als optisches Warnsignal
Funktionsweise des Systems: Die Ferritantenne und alle anderen Systemelemente werden am Stapler bzw. am Fahrzeug montiert. Die Antenne wird von der Steuereinheit mit einem iederfrequenten (9 kHz) Signal über Kabel versorgt. Die Antenne erzeugt ein nahezu kugelförmiges elektromagnetisches Feld um das Fahrzeug herum. Der einstellbare Radius beträgt lt. Hersteller ca. 6 bis 8 m. Die U-Tech Warneinrichtung basiert auf RFID-Technologie. Die zu schützenden Mitarbeiter tragen einen Transponder in Form einer Armbanduhr oder als kleines Kästchen im Lederetui (Größe ca. halbe Zigarettenschachtel) am Körper. Gelangt der Transponder in das um das Fahrzeug aufgebaute Schutzfeld, so sendet der Transponder ein UHF-Radiosignal aus. Die in der Fahrerkabine montierte Alarmeinheit empfängt dieses Signal und warnt den Fahrer akustisch und optisch, dass Unfallgefahr mit einer Person besteht. Der Alarm wird so lange aktiviert, wie sich der Transponder im Feld befindet. Der Alarm kann vom Fahrer auch manuell zurückgesetzt werden. Wird bei einem Armbandtransponder der rote Knopf gedrückt, so wird auf einem anderen UHF-Kanal ein Signal ausgesendet, das die Blitzleuchte aktiviert – unabhängig ob sich der Transponder innerhalb der UHF-Reichweite befindet. Beim Test konnte aus einer Entfernung von ca. 78 m (begrenzt durch die Platzverhältnisse) die Blitzleuchte noch aktiviert werden. Die Bedeutung der Meldung kann zwischen den Partnern frei vereinbart werden. Mögliches Beispiel: Der Fußgänger möchte ausnahmsweise eine gesperrte Zone betreten und darf dies nur, wenn das Fahrzeug steht. Mit dem Armbandtransponder kann er durch Drücken eines Knopfes die Warneinrichtung (Blitzleuchte) am Fahrzeug aktivieren. Der Fahrer kann entsprechend reagieren. Die Weisung an den Fahrer kann etwa lauten „bei ertönen der Warnung unmittelbar in sicherer Art und Weise anzuhalten“. Sobald der Fahrer sein Fahrzeug verlässt, ist auch er einer Gefahr ausgesetzt. Daher hat auch er einen Transponder. Da der Fahrer sich innerhalb des Schutzfeldes befindet, würde er auch in der Kabine auf seinem Arbeitsplatz permanent ein Signal auslösen. Für diesen Fall wird eine Zusatzantenne für den Fahrer montiert. Diese Antenne baut ein Neutralisationsfeld um den Fahrer auf. Damit wird das Signal unterbunden. Verlässt der Fahrer die nähere Umgebung des Fahrzeuges und somit die neutrale Zone, ist auch er geschützt. Einsatzgebiete: Flurförderfahrzeuge müssen im industriellen Umfeld in der Regel in beengten und teilweise unübersichtlichen Umgebungen arbeiten. Insbesondere bei beladenen Geräten oder bei Rückwärtsfahrt ist die Sicht teilweise eingeschränkt. Trotz Spiegel oder Kameras geschehen Unfälle. Eine erhebliche Gefährdung tritt auch bei dunklen Hallen, großen Hell-/Dunkelunterschieden und bei unübersichtlichen Regal- oder Verladezonen auf. Hier kommt das System von U-Tech sinnvoll zum Einsatz.
DOWNLOAD EQUIPMENTCHECK U-Tech
ThemenÜbersichtsplan aktueller Jahrgäng


