Bundeswehr Reachstacker geländegängig, bahnverladbar
Das Projekt geistert seit vielen Jahren durch die weltweite FFZ-Branche – ein geländegängiger Reachstacker für die Bundeswehr selbstverständlich banhnverladbar – alle großen und ganz großen haben sich Gedanken gemacht und mitgeboten – ein schlüssiges Konzept hatte keiner – bis auf die Braunschweiger Mannen rund um Siegfried Herbst – STW-Lesern durch Kompakt- und Spezialstapler bestens bekannt. Ohne große politische Interventioon oder Lobbyismus wurde ein Konzept erdacht, abgesegnet und schlussendlich umgesetzt. Die Bundeswehr hat bisher Standard-Reach Stacker für Ihre Logistik im Einsatz. Die Standard-Containerstapler sind für den Hafenumschlag entwickelt. Das Umsetzen dieser gewaltigen Standardmaschinen bedarf ein Höchstmaß an Aufwand. Der Prototyp des H 001 ist vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung mangelfrei abgenommen und wird nun erprobt.
Es wurde ein Auftrag über 18 Geräte erteilt, wobei der Prototyp und die ersten weiteren vier Geräte bereits abgerufen worden und noch in diesem Jahr geliefert werden müssen.
Die strategische Verlegung dieser Container-Teleskopstapler hatte für die Entwicklung bei HFH in Braunschweig erste Priorität. Dem Wunsch des Militärs entsprechend soll die neue Containerumschlagmaschine ohne große Umrüstarbeiten auf der Eisenbahn mit internationalem Lademaß, dem Flugzeug (z. B. Antonov), dem Bundeswehr-Tieflader oder dem Schiff transportiert werden können.
Um diese Forderungen zu erfüllen, durfte die Neuentwicklung die Breite von 3.150 mm, die Transportlänge von 8.500 mm und eine Transporthöhe von 2.950 mm nicht überschreiten. Auch das Leergewicht der zu transportierenden Maschine musste unterhalb von 56 t gehalten werden, damit das Verlegen und die Transporte ohne besondere Sondergenehmigungen durchgeführt werden können. Die aus Betriebssicherheit, also Sichtoptimierung des Bedieners, hoch gesetzte Fahrerkabine, wird für den Transport mit wenigen Handgriffen hydraulisch absenkt. Weitere Vorbereitungen für die Verladung sind nicht notwendig. Es konnte sogar die Forderungen der Militärs auf Allradantrieb und entsprechend hoher Bodenfreiheit erfüllt werden.
Der Reachstacker ist mit einem Kaup-Spreader für 20 Fuß-Container mit allen hydraulischen Funktionen, die notwendig sind, ausgerüstet. Der Container-Spreader mit einer Abmessung von ca. 2.500 mm x 6.000 mm muss bei bestimmten Verfrachtungen demontiert werden. Auch hier haben die Konstrukteure von Herbst gute Arbeit geleistet, damit das Verladen und wieder in Betrieb nehmen der Maschine am anderen Einsatzdort schnell und unkompliziert stattfinden kann, bleiben bei der Spreader-Demontage alle hydraulischen und elektrischen Funktionen am Grundgerät, nur der Spreaderrahmen wird mit einer Schnellwechselvorrichtung abgehängt und kann separat transportiert und innerhalb von Sekunden wieder in Betrieb genommen werden. Technische Daten:
• Deutz Dieselmotor COM 3A mit 190 kW
• Automatisches Lastschaltgetriebe/Zuschaltbarer Allradantrieb
• Tragkraft am Spreader 24 t
• Stapelung 3-fach in 1. Reihe, 2-fach in 2. Reihe
• Hubhöhe 10 m Unterkante Spreader
• Einsatzgewicht: 54 t
• Zulässiges Gesamtgewicht. ≤ 78 t
• Steigfähigkeit mit ≤ 78 t > 30 %
• Allradlamellenbremse
• Fahrgeschwindigkeit max. 25 km/h
• Die Maschine ist ausgelegt für den Temperaturbereich von -32°C/+44°C (Klimazonen C1, A2, A3, B1, B2); die Motorvorwärmung über bordbetriebene unabhängige Klimatisierungsautomatik, die Vorwärmung des Hydrauliköls, die Vorwärmung des Kraftstoffes und auch die Kühlleistung der Maschine ist für die Klimazonen ausgelegt.
• Die Kabine ist voll klimatisiert und schallgedämmt < 72 dB(A)
Das Umschlaggerät ist mit einer elektronischen Waage und Lastmomentbegrenzung ausgerüstet und erfüllt alle Nato-Standards, eine Erweiterung des Diagnosesystems in der Maschine, z. B. durch Ferndiagnose, ist vorbereitet. www.hfh-herbst.de
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